Überblick

Die Universität Bremen veranstaltet vom 6. – 24. August 2018 das zehnte internationale Sommerstudium für Frauen in Ingenieurwesen und Technik im Rahmen der Ingenieurinnen-Sommeruni. Wir laden Studentinnen aller Fächer von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Berufsakademien sowie alle anderen interessierten Frauen herzlich zur Ingenieurinnen-Sommeruni 2018 ein. Teilnehmerinnen aus dem In- und Ausland sind willkommen, Unterrichtssprachen werden Deutsch und Englisch sein!

Anmeldungen sind ab sofort über diese Website möglich.
> zu den Lehrveranstaltungen und zur Anmeldung

Interessierten Personalverantwortlichen bieten wir vielfältige Gelegenheiten zum Austausch mit Ingenieurstudentinnen und Absolventinnen während der Ingenieurinnen-Sommeruni sowie Möglichkeiten zum Sponsoring.

Die Teilnahmegebühr für Studentinnen und Nicht-Erwerbstätige beträgt einmalig 40 Euro für zwei Wochen bzw. 60 Euro für drei Wochen. Die Gebühr kann gegen ca. 4 Stunden Mitarbeit bei der Sommeruni erlassen werden. Erwerbstätige zahlen 40 Euro pro Tag. Während des gesamten Sommeruniversität wird kostenlos Kinderbetreuung angeboten.

Neue Teilnehmerinnen können vorab Antworten auf einige typische Fragen zur Ingenieurinnen-Sommeruni erhalten.

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Rahmenprogramm

Im Anschluss an die täglichen Lehrveranstaltungen sowie insbesondere jeweils am Mittwoch in den drei Sommeruni-Wochen bieten wir ein kulturelles und touristisches Rahmenprgramm mit Vorträgen, Diskussionen und Abendveranstaltungen. Zudem laden wir euch zur Teilnahme an Exkursionen ein. Genauere Informationen zu den Orten erhaltet ihr im Laufe der Sommerunis.

8. Aug (Mi) – Thementag 1

Mittwoch, 8. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH, Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 Uhr
Begrüßung und Einführung zu den Sommerunis
Henrike Illig und Veronika Oechtering, Uni Bremen

11.30 Uhr
Mittagsbüffet

Parallele Angebote:

12.45 – ca. 16 Uhr
Besuch und Führung bei ArcelorMittal, Werk Bremen
(max. 25 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

alternativ:

12.45 – 13.45 Uhr
Institutsführung Bremen Ambient Assisted Living Lab (BAALL)
(max. 15 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

14.00 – 15.00 Uhr
Institutsführung Robotics Innovation Centre (RIC) des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI)
(max. 15 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

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11. Aug (Sa) – Networking

Networking-Party der Ingenieurinnen-Sommeruni

Samstag, 11.8. ab 19.00 Uhr
Wir laden herzlich alle neuen und „alten“ Teilnehmerinnen und Dozentinnen sowie deren Freund*innen zur Networking-Party ein! Im schönen Bremer Teerhof wird mit leckerem Essen und guter Musik getanzt und gefeiert!
Zur Planung freuen wir uns über Voranmeldungen. Spontane Gäste sind auch willkommen.
> zur Anmeldung

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13. Aug (Mo) – Vortrag Lilli Hasche

Baumwollbörse, Überseehafen und Qualitätsstandards – Was der Kolonialismus mit Bremen und seinem Baumwollhandel zu tun hat

Lilli Hasche
Universität Bremen

Montag, 13. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Baumwolle hat in Bremen eine lange Geschichte. Seit 1872 gibt es in Bremen eine Baumwollbörse. Ende des 19. Jahrhundert war Bremen der wichtigste deutsche Einfuhrhafen für den Rohstoff, an dem die Jobs von etwa 13% aller deutschen Arbeiterinnen und Arbeiter hing. Ein Großteil der Baumwolle kam aus den USA, ein kleiner Teil aus deutschen Kolonien in Afrika – Baumwolle ist also eng verbunden mit der Geschichte des europäischen Kolonialismus. Auch wenn in Bremen heute kaum noch mit Baumwolle gehandelt wird, konnten sich die Bremer Akteure des Baumwollhandels eine wichtige Stellung in der Branche bewahren, indem sie sich auf diese veränderte Situation einstellten und ihr Tätigkeitsfeld anpassten.
Der Vortrag vermittelt eine Perspektive auf den Baumwollhandel in Geschichte und Gegenwart die mit üblichen Darstellungen bricht, indem Macht- und Ausbeutungsverhältnisse und –mechanismen aufgezeigt werden. Er stellt dabei die Bremische Handels- und Hafenpolitik, koloniale Lobbyverbände und Kolonialverwaltungen, Baumwollkaufleute und Handelsverbände, Qualitätsstandards und Messtechnik miteinander in Beziehung.

Lilli Hasche hat Politikwissenschaft, Geschichte und Transkulturelle Studien in Bremen und Paris studiert. Für ihre Masterarbeit zu Baumwollqualitätsstandards hat sie am Cotton Classing & Testing Training der Baumwollbörse teilgenommen. Seit 2014 bietet sie Stadtführungen zu kolonialen Spuren in der Bremer Überseestadt an.

Der Vortrag findet in Kooperation der Initiative „Eine Uni – ein Buch – eine Stadt“ im Rahmen der Informatica Feminale und der Ingenieurinnen-Sommeruni statt.

14. Aug (Di) – Exkursion Stadtführung

Stadtführung Bremen

Dienstag, 14.8. um 17.00 – 19 Uhr
Abfahrt von der Uni 16.30 Uhr, Treffpunkt Cafeteria
Sprache: Sind englischsprachige Teilnehmerinnen anwesend, wird die Sprache Englisch sein.
Teilnehmerinnen: 20

Für alle Bremen-Besucherinnen und ebenso für die Bremerinnen. Es wird auf der Stadtführung im historischen Zentrum Bremens Spannendes und „Noch-nicht Gewusstes“ über Frauen und Technik in der Geschichte der Hansestadt geboten.

> Anmeldung erforderlich

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15. Aug (Mi) – Thementag 2

Mittwoch, 15. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH, Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 bis 15.30 Uhr
Vorträge und Diskussionen zum

Fokus 2018 „Geschlechterpolitik und Ingenieurinnen-Arbeit“
Vorträge behandeln das diesjährige Schwerpunktthema unter den Aspekten Gender, Geschlechtergerechtigkeit, Informatik und Ethik.
Zugleich finden Vorträge rund um Studium, Beruf und Karriere statt.
Firmen mit geschlechtersensiblen Organisationskonzepten und Personalmanagement-Strategien, die Ingenieurinnen erfolgreich auf ein breites Spektrum an Führungspositionen bringen, präsentieren ihre ‚best practices‘ den Teilnehmerinnen der Ingenieurinnen-Sommeruni.

11.00 – 11.10 Uhr
Grußwort der Studiendekanin des Fachbereichs
Produktionstechnik der Universität Bremen
Professorin Dr.-Ing. Maren Petersen

11.10 – 11.40 Uhr
Geschlechtergerechte Arbeit
Stefanie Gebhardt, IG Metall, Bremen

11.40 – 12.25 Uhr
Präsentation der Firma ArcelorMittal

12.25 – 13.30 Uhr
– Mittagspause mit Büffet –

13.30 – 14.15 Uhr
Präsentation der Firma Airbus

14.30 – 15.15 Uhr
Präsentation der Firma BTC

 

Im Anschluss Exkursion:

16.00 Uhr
Besuch und Führung im Bremer Müllheizkraftwerk
(max. 25 Teilnehmerinnen, Treffpunkt in der Uni um 15.30 Uhr
> Anmeldung erforderlich)

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18. Aug (Sa) – Networking

Networking-Party der Informatica Feminale

Samstag, 18.8. ab 19.00 Uhr
Wir laden herzlich alle neuen und „alten“ Teilnehmerinnen und Dozentinnen sowie deren Freund*innen zur Networking-Party ein! Im schönen Bremer Teerhof wird mit leckerem Essen und guter Musik getanzt und gefeiert!
Zur Planung freuen wir uns über Voranmeldungen. Spontane Gäste sind auch willkommen.
> zur Anmeldung

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20. Aug (Mo) – Vortrag Judith Simon

Was soll die Ethik in der Informatik – Beiträge der Philosophie zur Technikgestaltung

Professorin Dr. Judith Simon
Professorin für Ethik in Informationstechnologie, Universität Hamburg

Montag, 20. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Digitale Technologien verändern tiefgreifend Wissens-, Entscheidungs- und Handlungsprozesse in Alltag und Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Philosophie im Allgemeinen und Ethik im Speziellen stellen Methoden bereit, diese Veränderungen kritisch zu hinterfragen. Im Vortrag werden zunächst drei Zugänge zur Ethik in der Informationstechnologie dargelegt und am Beispiel neuerer Entwicklungen an der Schnittstelle von Big Data und Künstlicher Intelligenz erörtert: Ethik in der Informationstechnologie als 1) Ethik der Profession, 2) Ethik der Nutzung von Technologien und 3) Ethik der Technologien selbst. Basierend auf dieser Analyse wird argumentiert werden, dass dieser dreifache Zugang notwendig, aber nicht hinreichend ist. Für das Verständnis digitaler Technologien und deren Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaften, muss zudem die zunehmend komplexe sozio-technische Verteilung von Handlungsfähigkeit berücksichtigt, Fragen von Macht und Verantwortung adressiert, sowie ethische Analysen mit erkenntnistheoretischen und politischen Fragen zusammengedacht werden.

Judith Simon ist Professorin für Ethik in der Informationstechnologie an der Universität Hamburg und hat zuvor im In- und Ausland zu Themen aus der Philosophie, Wissenschaftstheorie und Technikfolgenabschätzung geforscht. Sie beschäftigt sich derzeit vor allem mit der Verschränkung ethischer, erkenntnistheoretischer und politischer Fragen im Kontext von Big Data und Digitalisierung. Judith Simon ist Mitherausgeberin der Zeitschriften »Big Data & Society« und »Philosophy & Technology«, der Open Library of Humanities sowie der Buchreihe »Philosophy, Technology and Society« (Rowman & Littlefield International). Ferner ist sie gewähltes Vorstandsmitglied der International Society for Ethics and Information Technology (INSEIT) sowie der International Association for Computing and Philosophy (IACAP).

21. Aug (Di) – Vortrag Katja Karger

Arbeit der Zukunft: Schöne neue Arbeitswelt für Alle?

Katja Karger
DGB Vorsitzende Hamburg

Dienstag, 21. August, 17.00 Uhr, Gebäude MZH, Raum 1470
Sprache: Der Vortrag wird auf Deutsch angeboten
– öffentlich, keine Teilnahmegebühren –

Die Technisierung der Arbeitswelt ist kein neues Phänomen, aber wir stehen vor einer neuen Dimension: Die Digitalisierung beschleunigt und intensiviert die Erwerbstätigkeit. Dabei macht sie Grenzen überflüssig und verändert sowohl Wertschöpfungs- als auch Machtstrukturen. In der Folge wird sich die Lebenswelt der Erwerbstätigen in allen Branchen entscheidend verändern. Bisher werden mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ allerdings überwiegend traditionell männliche Berufe und Branchen unter dem Aspekt des technologischen Fortschritts diskutiert. Der weitgehend weiblich besetzte Dienstleistungsbereich findet hingegen noch wenig Beachtung in der Diskussion. Dadurch werden nicht nur die Erfahrungen vieler berufstätiger Frauen ausgeblendet, auch die geschlechterspezifischen Ungleichheiten in der Arbeitswelt fallen unter den Tisch. Die Verengung des Blicks auf einige wenige Branchen lässt zudem weitere Faktoren außen vor: Klimawandel, demografische Entwicklung sowie Feminisierung der Arbeit beeinflussen den Wandel der Arbeitswelt. Vor diesem Hintergrund hat der DGB eigene Ideen zur Arbeit der Zukunft formuliert. Wesentlicher Ausgangspunkt ist die Erkenntnis, dass die Digitalisierung ein Prozess ist, der von Menschen verantwortet wird und daher politisch gestaltbar ist. Dafür muss der Mensch in den Mittelpunkt der Debatte gestellt werden. Nur dann gibt es die Chance, dass die künftige Arbeitswelt auch gute Arbeit für alle bringt. Welche Chancen und Risiken mit der Arbeit der Zukunft verbunden sind, wird Katja Karger vorstellen und diskutieren.

Katja Karger ist seit 2013 Vorsitzende des DGB Hamburg. Sie ist Kulturwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt „Kultur der Arbeit“ und beschäftigte sich mit den Werten und Normen, die mit der Erwerbsarbeit verknüpft werden. Als gelernte Industriekauffrau arbeitete sie u.a. beim Privatradiosender ffn als auch bei der Internetagentur Pixelpark.

22. Aug (Mi) – Thementag 3

Mittwoch, 22. August ab 11.00 Uhr, Bibliothekstraße 5, Gebäude MZH, Raum MZH 1470

– öffentlich und kostenlose Teilnahme –

11.00 – 11.30 Uhr
Grußworte und Einführung

11.30 – 12.00 Uhr
Das Verbundvorhaben „smile – Smart Environments als Kontext motivierender Lernangebote für Mädchen für einen wachsenden Anteil von Informatikerinnen durch Einbezug von Lehrkräften und Eltern“
Kerstin Bub und Anke Königschulte, Universität Bremen

12.00 – 12.30 Uhr
ABLETON: 7 things you might not have expected to do in your software engineering job

Micha Bürgle
Ableton, Berlin

A good software engineer’s skill set goes beyond fluency in one or more programming languages and logical thinking. This is old news. Depending on your work environment you might still be surprised at the range of activities you’ll be required to take part in, or even drive, at some point. Micha outlines extensions of the software engineer role in product development at Ableton.

As Product Owner with Ableton, Micha Bürgle improves connections between music makers and their tools. Before taking on a product role, she spent a decade engineering software in various domains.
 She attended Informatica in its early years. Personal Informatica highlights are her first hands-on agile experience and the first advice she got on styles of leadership.

 12.30 – 13.30 Uhr
– Mittagspause mit Büffet –

13.30 – 14.00 Uhr
Präsentation der Firma Bearing Point

14.00 – 14.30 Uhr
Präsentation der Firma Salt ’n Pepper

14.30 – 15.00 Uhr
Vortrag „Wie man mit adaptiver Optik Weltraumschrott bekämpfen kann“

Dr Doris Grosse
Weston Creek, ACT

Die Bedrohung unserer Satellitennetzwerke durch Weltraumschrott in den Erdumlaufbahnen steigt von Tag zu Tag. Wenn wir nicht heute beginnen, etwas gegen diese Bedrohung zu tun, besteht die Gefahr, dass folgende Generationen keinen Zugang mehr zu einem tragfähigen Satellitennetzwerk haben werden. Adaptive Optiksysteme zeigen eine mögliche erdbasierte Alternative zu teuren Raumfahrtmissionen auf, die Weltraumschrott entfernen. Nach einer Einführung in die Weltraumschrottumgebung und der adaptiven Optik werde ich erklären, wie mit Hilfe dieser optischen Technologie Kollisionen von Weltraumschrott in Zukunft verhindert werden können.

Im Anschluss Exkursion:

17.00 Uhr
Stadtführung Bremen
(max. 20 Teilnehmerinnen, > Anmeldung erforderlich)

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24. Aug (Fr) – Abschluss

Schlussplenum und Ausklang

Freitag, 24. August 2018 um 15.30 Uhr

Teilnehmerinnen und Dozentinnen stellen Ergebnisse einiger Lehrveranstaltungen vor. Zugleich bietet eine übergreifende Diskussion die Gelegenheit, Wünsche und Kritik in großer Runde anzusprechen.

Mit dem Ziel, die 11. Ingenieurinnen-Sommeruni im Jahr 2019 einzuläuten!!!

Anschließend Ausklang mit (alkoholfreiem) Sekt und Kuchen.

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