IS WER 01

Dem Werkstoffversagen auf der Spur (Praxisorientierte Schadensanalyse)

Workshop

PD Dr.Ing. Brigitte Clausen

Universität Bremen

Unterrichtszeitraum: Mi 26.08.- Fr 28.08.2020
Mi-Fr 09.00-14.00 Uhr Videokonferenz mit allen (online-Präsenz) inkl. Pausen, mit Input, Chat, Aufgaben in Kleingruppen (Gesamtaufwand an den drei Tagen ca. 12 Stunden)

Zielgruppe: Studentinnen und Praktikerinnen insbesondere der Ingenieurwissenschaften und verwandter Fächer
Voraussetzung: Interesse an Werkstofftechnik. Materialien werden nicht benötigt.
Technische Bedarfe: Computer, Webcam und Mikrofon – Teilnehmerin muss dafür Installationsrechte und Systemkenntnis besitzen; stabile Internetverbindung.
Sprache/Language: Die Unterrichtssprache wird Deutsch sein. / The teaching language will be German. The Lecturer will provide support in English if needed.
Anforderung: Leistungen vor der Unterrichtszeit: verbindlicher Informationsaustausch per E-Mail; 1 Zeitstunde. Falls Credit Points erworben werden sollen, wird im Vorfeld abgestimmt, welche Grundlageneinheit von der Teilnehmerin selbstständig erarbeitet wird, um sie den anderen zu präsentieren; 10 Zeitstunden.
Leistung während des Online-Unterrichts: aktive Mitarbeit in Gruppen- und Einzelarbeit: Zuhören, Reflektieren, Teamarbeit, Entscheidungen treffen, Interpretation der Ergebnisse; 12 Zeitstunden.
Leistungen nach der Unterrichtszeit für Credit Point: Vollständiger Bericht über den Schadensfall für die anderen Teilnehmerinnen; 8 Zeitstunden.
Teilnehmerinnen: 12
Credit Points (ECTS): mit Aufgabenbearbeitung 1 (Benotung je nach Wunsch)

ABSTRACT
Den Grund für ein Werkstoffversagen zu finden, ähnelt oft der Arbeit von Detektiven. Im Ausschlussverfahren werden Untersuchungsergebnisse gegenübergestellt, bis man den «Täter» findet. Natürlich müssen Kosten und Nutzen von Untersuchungsmethoden dabei jeweils für den Einzelfall abgewogen werden.
Alle Werkstoffe, mit denen wir es im täglichen Leben zu tun haben sind aus Atomen aufgebaut. Die submikroskopische Struktur und die Abweichungen dieser Struktur vom idealen Aufbau der Werkstoffe bestimmen ihre Eigenschaften. Wenn ein Bauteil im Einsatz versagt, wenn es also zum Schadensfall kommt, dann ist dies meist auf Vorgänge auf mikroskopischer, manchmal sogar submikroskopischer Ebene zurückzuführen.
Das Ziel dieser Veranstaltung ist es anhand eines konkreten Schadensfalls die Grundlagen der Werkstofftechnik kennenzulernen. Rund um diesen Schadensfall werden verschiedene Möglichkeiten der Untersuchung von Werkstoffen im Videochat erörtert. Die Teilnehmerinnen erarbeiten in Gruppen ein geeignetes Vorgehen zur Auffindung des „Übeltäters“ und präsentieren diese der Gesamtgruppe. Zur metallographischen Untersuchung gibt es Livebilder aus dem Institut. Die endgültige Auflösung des Falles erfolgt in der Abschlussdiskussion.

In dieser eigentlich als Laborarbeit ausgelegten Lerneinheit werden zunächst die Grundlagen der Werkstofftechnik bezüglich des Aufbaus von Stahlwerkstoffen und der Schadensanalyse kurz wiederholt, um eine zielgerichtete Mitarbeit zu gewährleiten. Teilnehmerinnen, die credit points für dieses Angebot erwerben möchten, sind aufgefordert selbst einen Beitrag zu diesen Grundlagenpräsentationen zu liefern (wird im Vorfeld abgestimmt).
Im Videochat wird der Schadensfall, um den es hier geht, vorgestellt. Die Teilnehmerinnen sind dann aufgefordert sich Gedanken bezüglich möglicher Untersuchungsmethoden zu machen. Zur Unterstützung dieses Prozesses werden verschiedene Möglichkeiten der Untersuchung von Stahlwerkstoffen, den dabei entstehenden Kosten und den dabei erzielbaren Resultaten vorgestellt. Den Ablauf der jetzt durchzuführenden Untersuchung stellen die Teilnehmerinnen in Gruppenarbeit selbstständig zusammen. Mit der Kamera werden dabei auch life-Bilder aus einem Institutslabor übertragen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden wieder als Präsentation weitergegeben. Aus den erzielten Ergebnissen entwickeln die Teilnehmerinnen eine Strategie, wie weiter vorgegangen werden könnte bzw. interpretieren die Ergebnisse bezüglich der Schadensursache.
Teilnehmerinnen, die credit points für dieses Angebot erwerben möchten, schreiben anschließend einen vollständigen Bericht für die anderen Teilnehmerinnen über den Schadensfall.

Anerkennung in Uni Bremen: (General Studies VAK allgemein) META-2020/IS.2020.WER.01

Über die Dozentin(nen):
Brigitte Clausen hat bei den Stahlwerken in Bremen Werkstoffprüferin gelernt. Nach dem Studium der Produktionstechnik promovierte sie an der Uni Bremen zum Thema «Plasmaaufkohlen». 2000 wurde sie zur wissenschaftlichen Assistentin im Fachgebiet Werkstoffwissenschaften ernannt und habilitierte im März 2008. In diesem Rahmen hält sie seit dem WS 2000/01 die Vorlesung «Werkstofftechnik für Wirtschaftsingenieure und System Engineers». Seit Oktober 2012 leitet Frau Clausen die Abteilung «Strukturmechanik» in der Stiftung Institut für Werkstofftechnik; seit 2015 ist sie Honorarprofessorin am Fachbereich Produktionstechnik.

Datum

Jan 14 2021
Vorbei!

Uhrzeit

Ganztägig
Kategorie